München (epd). Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat ein Ende der Corona-Impfzentren in Bayern verkündet. Ab dem 1. Januar 2023 sollen Corona-Schutzimpfungen komplett von Arztpraxen und Apotheken übernommen werden, teilte das bayerische Gesundheitsministerium am Dienstag in München mit. Die Impfungen über die Regelversorgung, also über die niedergelassenen Haus- und Fachärzte, laufe schon lange routiniert und zuverlässig, und auch Apotheken und Betriebsärzte böten Corona-Impfungen an, sagte Holetschek laut Mitteilung.
Da die Coronavirus-Impfverordnung des Bundes voraussichtlich am 31. Dezember 2022 auslaufe und sich eine Verlängerung derzeit nicht abzeichne, entfalle damit zum Jahresende auch die Rechtsgrundlage für den Betrieb und die Finanzierung der Impfzentren. Bislang sah die Verordnung eine Finanzierung der Kosten je zur Hälfte durch Bund und Länder vor.
Holetschek bedankte sich bei den Impfzentren und ihren Mitarbeitenden für ihr Engagement. "Die Impfzentren waren rund zwei Jahre lang eine wichtige Säule unserer Pandemie-Bekämpfung. Mehr als 14 Millionen verabreichte Corona-Impfungen sprechen für sich. Die Impfzentren und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die mobilen Impfteams haben ein schnelles, flächendeckendes und niederschwelliges Impfen gerade in der Anfangsphase überhaupt erst möglich gemacht", sagte der Minister.
Impfen sei ein entscheidendes Mittel, um die Pandemie zu bekämpfen, betonte Holetschek. Sie biete jedem Einzelnen den größtmöglichen Schutz vor schweren Verläufen bei einer COVID-19-Erkrankung. Für einen vollständigen Impfschutz seien grundsätzlich drei Impfungen erforderlich. "Ich würde mich freuen, wenn so viele Menschen wie möglich vor Jahresende ihren Impfstatus aktualisieren, denn das ist für jeden Einzelnen die beste Prävention für den nahenden Winter."