München (epd). Um auf die Auswirkungen des Klimawandels auf historische Gartendenkmäler aufmerksam zu machen, veranstaltet die Bayerische Schlösserverwaltung am Samstag (27. September) Garten- und Parkführungen in Bayreuth, Burghausen, München und Würzburg. Anlass sei der bundesweite Aktionstag Klimawandel in historischen Gärten und Parks der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Schlösserverwaltungen (AGDS), der in diesem Jahr zum zweiten Mal stattfindet und eine breite Zielgruppe ansprechen soll, hieß es in einer Mitteilung vom Mittwoch.
In Bayreuth erläutert der Leiter des Baum-Managements Nord der Bayerischen Schlösserverwaltung, Raimund Raab, in einer Führung um 11 Uhr in der Eremitage die Schadbilder an den Bäumen, die durch Hitzesommer, Stürme und Starkregen entstehen. Mithilfe von Naturverjüngung und gezielter Entwicklungspflege soll hier eine zukunftsfähige Gehölzstruktur entstehen.
In Würzburg gibt Gartenmeister Gerald Schreier um 10 Uhr einen Einblick in das umfangreiche Aufgabenfeld der Gartendenkmalpflege im Hofgarten. Um 14 Uhr stellen Mitarbeiter der Verwaltung der Burg Burghausen (Landkreis Altötting) auf einem Rundgang durch die Grün- und Freiflächen Maßnahmen in der Gartenpflege zum ressourcenschonenden Umgang mit Wasser sowie zur Förderung der Artenvielfalt vor. Außerdem gibt es Informationen zur Bedeutung der Burg als Lebensraum für Tiere und Pflanzen.
Die neuen Wildblumenwiesen im Südteil des Englischen Gartens in München werden interessierten Besuchern auf zwei Führungen um 10 Uhr und um 14 Uhr von Gartenreferent Sven-Patric Klameth vorgestellt. Familien mit Kindern können von 11 bis 15 Uhr in einem Workshop mit Mitarbeitern der Bayerischen Schlösserverwaltung mit regionalem Saatgut und Lehm Bienenpralinen für den Balkon oder Garten basteln. So können sie laut Mitteilung "etwas von den artenreichen Wiesen des Englischen Gartens mit nach Hause nehmen und bedrohten Wildbienen ein Buffet mit bunten Blumen servieren".