München, Würzburg (epd). Der Freistaat Bayern gründet ein neues Zentrum für präventive Infektionsmedizin. Jährlich sollen rund drei Millionen Euro in die Einrichtung fließen, kündigte Wissenschaftsminister Markus Blume (CSU) am Montag in München an.
Im "Bayerischen Zentrum für präventive Infektionsmedizin" werden den Angaben zufolge alle universitären Medizinstandorte und Unikliniken des Freistaats sowie der öffentliche Gesundheitsdienst vernetzt, was bundesweit einmalig sei. Die Einrichtung soll Forschungsergebnisse schneller in die Anwendung bringen und als wissenschaftliche Beraterin für Politik und Bevölkerung dienen.
Erstes Forschungsprojekt: Long-Covid
Ein erstes Sonderprojekt des Zentrums widmet sich der Erforschung von Long Covid. Es soll sich auf die Erfassung, Erkennung und Erforschung des postviralen Syndroms konzentrieren. Zu den weiteren Aufgaben des Zentrums zählen die Forschung zu Impfstoffen und die Stärkung der Impfakzeptanz. Die Geschäftsstelle der neuen Einrichtung wird an der Universität Würzburg angesiedelt, ein weiterer Standort befindet sich an der Universität Erlangen-Nürnberg.