Passau, Hildesheim (epd). Zum aktuell gefeierten Godehard-Jahr haben die katholischen Bischöfe Heiner Wilmer aus Hildesheim und Stefan Oster aus Passau ein neues Buch über den berühmten Heiligen vorgelegt. Unter dem Titel "Glauben geht! - Der Heilige Godehard - Von Niederaltaich nach Hildesheim" soll es am Donnerstag in der Hildesheimer Dombibliothek offiziell im Bistum Hildesheim vorgestellt werden, wie das Bistum am Montag mitteilte.

Godehard von Hildesheim (960-1038) wurde am 30. November 1022, also vor tausend Jahren, im Alter von 62 Jahren zum Bischof von Hildesheim berufen und zwei Tage später geweiht. Er war der Nachfolger des berühmten Bischofs Bernward. Seit 996 war er Abt des Klosters Niederaltaich in Niederbayern und weiterer Klöster. Nach ihm ist unter anderem die Basilika St. Godehard benannt, eine der wichtigsten katholischen Kirchen in Hildesheim. Auch weitere Kirchen im Bistum tragen seinen Namen.

"Godehard war ein großartiger Seelsorger und Erneuerer", sagte Bischof Wilmer als einer der beiden Herausgeber des Buches, an dem weitere Autorinnen und Autoren mitgewirkt haben. "Er hat Menschen zusammengeführt, sich für Bildung eingesetzt, war bei den Armen und hat aus einem tiefen Glauben gelebt. Wir können viel von ihm lernen." Im Festjahr soll es laut Wilmer unter anderem darum gehen, die benediktinische Spiritualität neu zu entdecken, die Godehard geprägt habe.

Bischof Oster sagte, Godehard sei "von Anfang an ein Gottsucher" gewesen. Papst Franziskus hatte Godehard im Verlauf des Festjahrs als "herausragenden Hirten" gewürdigt, der auch heute ein Vorbild für die Christen sein könne. Godehard gilt als einer der bekanntesten Heiligen des Mittelalters und als einer der einflussreichsten Hildesheimer Bischöfe. Er hat nach Bistumsangaben viele Generationen von Gläubigen inspiriert und wird in ganz Europa verehrt.