Augsburg (epd). Der Bund Naturschutz (BN) protestiert gegen die geplante Ölsuche durch das Unternehmen Oneo im Landkreis Augsburg. Aus Sicht der Naturschützer sei dieses Vorhaben "völlig aus der Zeit gefallen", heißt es in einer Mitteilung vom Donnerstag. BN-Aktive hatten mit einer Foto-Aktion vor Ort gegen das Projekt protestiert. Man wende sich damit auch ausdrücklich gegen die bayerische Staatsregierung, so der BN. Denn das Wirtschaftsministerium habe Oneo im Dezember eine bergrechtliche Erlaubnis erteilt.

Der Bund Naturschutz lehne die Genehmigung aus Klimagründen entschieden ab. "Es ist wirklich absurd, dass im Jahr 2025 neue Ölfelder erschlossen werden sollen", sagte BN-Landesvorstandsmitglied Julian Fürholzer. Die Klimakrise eskaliere immer weiter, und zugleich solle dort womöglich für viele Jahrzehnte eine neue fossile Infrastruktur geschaffen werden. Bei dem Projekt gehe es nicht um Gemeinwohl oder Versorgungssicherheit, "sondern um das Gewinninteresse eines einzelnen Unternehmens", beklagte Fürholzer.

Risiken für Klima und Umwelt

Der Augsburger BN-Kreisvorsitzende Peter Roth sagte, Bayern müsse "endlich konsequent aus den fossilen Energien aussteigen", um seinen Beitrag zur Begrenzung der Klimakrise zu leisten. Neben den klimapolitischen Folgen berge das Vorhaben auch Risiken für Mensch und Umwelt vor Ort. Öl- und Gasbohrungen seien "immer mit der Gefahr von Unfällen und Umweltverschmutzungen verbunden". Erst vor Kurzem sei Oneo von einem Leck an einer Ölleitung in Rheinland-Pfalz betroffen gewesen.