Burgkirchen (epd). Die evangelische Gemeinde Burgkirchen ist die erste Fairtrade-Kirchengemeinde in Oberbayern. Im Sommer hatten sich Pfarrerin Andrea Klopfer und ihr Team für das Zertifikat "Gemeinde: fair und nachhaltig" beworben, mit dem die Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern (ELKB) seit Ende 2021 besonderes Engagement in den Bereichen Fairer Handel, weltweite Kirche und Umweltbewusstsein auszeichnet. Kirche sei immer schon ein Vorreiter für fairen Handel gewesen, "das muss man sichtbar machen", sagte die Theologin im epd-Gespräch. Am Sonntag (30. Oktober) feiert die Gemeinde ihre Auszeichnung bei einem Festgottesdienst mit Regionalbischof Christian Kopp.

Das Zertifikat "Gemeinde: Fair und nachhaltig" ist eine neue Auszeichnung für evangelische Kirchengemeinden in Bayern, die sich im fairen Handel, weltweiten Beziehungen und Umweltverantwortung engagieren. Das Siegel ist eine Kooperation von Mission EineWelt, Brot für die Welt und dem Umwelt-Management der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern.

Das Zertifikat listet 38 Kriterien aus den Bereichen Fair Trade, Umwelt, Bildung und Soziales auf, von denen zu Beginn mindestens ein Drittel erfüllt sein muss. Die Burgkirchener hätten bei ihrer Bewerbung mit der Erwachsenenbildung und der Umstellung auf grünen Strom punkten können, sagte Klopfer. Bewahrung der Schöpfung sei regelmäßig Thema im Gottesdienst, außerdem biete die Gemeinde nach dem Gottesdienst Produkte aus dem ortsansässigen Eine-Welt-Laden zum Verkauf.

Bis zur Rezertifizierung in zwei Jahren wolle man Speisen und Getränke verstärkt bio, regional oder fair gehandelt einkaufen, erklärte die Pfarrerin. Zudem habe sich die Gemeinde auf die Fahne geschrieben, künftig mehr Integrations- und Begegnungsmöglichkeiten für Menschen verschiedener Herkunft anzubieten: "Fair Trade umfasst mehr als nur Handel und Produkte", sagte Klopfer.