Fürth (epd). Am 31. August lebt im evangelischen Dekanat Fürth mit dem Niederfallfest ein alter bäuerlicher Brauch auf. Die Tradition gehe auf das Einbringen der letzten Getreidefuhre zurück, heißt es in einer Mitteilung des Dekanats vom Freitag. "Früher feierte die Bauernschaft gemeinsam mit ihrem Gesinde, um sich für die geleistete Arbeit und eine hoffentlich reichliche sowie unfallfreie Ernte zu bedanken", erklärte Daniela Engelhardt, Ortsbäuerin im Ortsverband Steinbach. Den feierlichen Auftakt bildete damals wie heute ein Gottesdienst.

In diesem Jahr laden die Fürther Landfrauen mit Unterstützung des Bayerischen Bauernverbands um 19.30 Uhr in die Markgrafenkirche Cadolzburg ein. Der Gottesdienst mit Pfarrerin Johanna Robledo steht unter dem Thema "Gott sieht die Ernte - und auch dich". Er "soll einen feierlichen Rahmen schaffen, welcher der Wertschätzung für die Arbeit in der Landwirtschaft Ausdruck verleiht", hieß es. Anschließend sind Landwirtsfamilien und Interessierte ins Gemeindehaus eingeladen.

Die Tradition des Niederfallfests ist der Mitteilung zufolge im Jahr 2014 von den Fürther Landfrauen des Bayerischen Bauernverbands wiederbelebt worden und findet seither jährlich in einem anderen Ortsverband statt. Es sei ein Fest, "das bäuerliches Brauchtum mit dem modernen Berufsalltag verbindet", sagte Engelhardt. "Offenheit und Gemeinschaft geben Energie für alles, was im neuen Jahr ansteht."