München (epd). Rund 7.500 junge Menschen haben dieses Jahr die Unterstützung der digitalen Streetworker in Bayern genutzt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Projekts "Digital Streetwork Bayern" hätten heuer ungefähr 4.000 Beratungsgespräche geführt, teilte der Bayerische Jugendring (BJR) am Sonntag in München mit. Das Projekt läuft seit vier Jahren, es war im Herbst 2021 infolge der Corona-Pandemie gestartet worden. Eines seiner Ziel ist es, im digitalen Raum verlässliche Hilfe in Krisensituationen zu bieten.
Anlaufstelle für Jugendliche im digitalen Raum
Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf (CSU) sagte, mit dem Projekt wolle man Jugendlichen dort begegnen und ihnen helfen, wo sie sich aufhalten - und dies sei eben auch der digitale Raum. "Die einfach zugängliche digitale Streetwork ist in unserer digitalen Welt unverzichtbar", erläuterte Scharf. BJR-Präsident Philipp Seitz sagte, Jugendliche benötigten in der digitalen und schnelllebigen Welt "verlässliche Anlaufstellen, an denen sie gehört und ernst genommen werden". Das "Digital Streetwork"-Projekt biete genau das.
Auf Plattformen wie Reddit, Discord, Jodel, Gute Frage sowie weiteren sozialen Netzwerken vernetzten sich junge Menschen heutzutage und fänden dort Beratung und Unterstützung. Über alle Kanäle hinweg folgten den Angeboten von "Digital Streetwork Bayern" 16.000 Personen, das Reddit-Subforum des Projekts sei mehr als 360.000 Mal aufgerufen worden, teilte der BJR weiter mit.