Fürth (epd). Der Anteil erneuerbarer Energien an der Bruttostromerzeugung in Bayern lag im Jahr 2023 bei über 70 Prozent. Im Jahr 2005 betrug dieser Wert noch 18 Prozent, wie aus dem dritten Indikatorenbericht zur nachhaltigen Entwicklung hervorgeht, den das Bayerische Landesamt für Statistik am Montag in Fürth veröffentlicht hat. Damit liegt der Freistaat inzwischen weit über dem Bundesdurchschnitt, der 2023 bei 53,8 Prozent lag.
Die in Bayern erzeugte Strommenge aus erneuerbaren Quellen stieg von 15.249 Gigawattstunden im Jahr 2005 auf 42.717 Gigawattstunden im Jahr 2023. Eine treibende Kraft für diesen Anstieg in Bayern ist die Photovoltaik. Ihr Anteil an der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien wuchs von knapp 29 Prozent im Jahr 2013 auf fast 38 Prozent im vergangenen Jahr. Der Rückgang bei der Stromerzeugung aus konventionellen Energieträgern ist laut der Behörde auch auf die Abschaltung der Atomkraftwerke zurückzuführen.