Bamberg (epd). Die katholische Erzdiözese Bamberg rechnet mit einem Minus von fünf Millionen Euro im Haushaltsjahr 2026. Der vom Diözesansteuerausschuss verabschiedete Haushalt sehe Einnahmen von rund 230 Millionen und Ausgaben von rund 235 Millionen vor, teilte das Erzbistum am Montag mit. Man rechne mit Kirchensteuereinnahmen von 176,3 Millionen Euro, etwa dem gleichen Betrag wie im Jahr zuvor. Der zweitgrößte Ertragsposten seien 35,5 Millionen Euro aus Zuschüssen und Zuweisungen, darin enthalten sind mit 10,6 Millionen Euro Staatsleistungen. Weitere Einnahmen kommen aus Vermietungen und Verpachtungen.

96,4 Millionen Euro steckt das Erzbistum den Angaben nach in die Seelsorge, das seien 40,6 Prozent des Gesamtvolumens. Die Personalkosten würden wegen Tarifsteigerungen 107,8 Millionen Euro ausmachen (45,5 Prozent). Im Bauetat, der insgesamt 16 Millionen Euro umfasst, seien rund 6,4 Millionen Euro Bauzuschüsse für Bau- und Sanierungsarbeiten an 21 Kirchen vorgesehen. Die Caritas erhält 2,5 Millionen Euro für den Neubau der Schule für Gesundheitspflege in Bamberg und die Modernisierung des Caritas-Senioren- und Pflegeheims Jacobus-von-Hauck-Stift in Nürnberg. 1,3 Millionen Euro sind für Kindertagesstätten eingeplant.

Kürzungen bei den Sachmitteln

Die wirtschaftliche Stabilität des Erzbistums werde mit bereits eingeleiteten Sparmaßnahmen und einem "sehr sorgfältigen und vorausschauenden Umgang mit den zur Verfügung stehenden finanziellen Ressourcen" gesichert, sagte Finanzdirektor Mathias Vetter. Auf epd-Nachfrage hieß es, beispielsweise würden die Sachmitteletats in diesem Jahr erneut um fünf Prozent gesenkt, bei Neubesetzungen von Stellen werde geprüft, ob die Stellen nachbesetzt werden.

Das Erzbistum Bamberg besteht aus 339 Pfarreien in 35 Seelsorgebereichen und zählt etwa 592.000 Katholikinnen und Katholiken, heißt es in der Mitteilung. Es umfasst große Teile von Ober- und Mittelfranken und reicht von Unterfranken bis in die Oberpfalz.