Nürnberg (epd). Für das Jahr 2026 setzt die Evangelische Jugend in Bayern (EJB) ihre Schwerpunkte auf demokratische Teilhabe, kirchliche Mitbestimmung und gesellschaftliche Verantwortung. "Das vergangene Jahr hat gezeigt, wie wichtig es ist, dass junge Menschen ihre Stimme erheben und sich einmischen", sagt der EJB-Vorsitzende Malte Scholz laut einer Mitteilung vom Freitag. "Diese Erfahrung nehmen wir mit ins neue Jahr und setzen mit unseren Themen, Kampagnen und dem internen Reformprozess neue Akzente."
Im Mittelpunkt stehe die Kampagne "Ein JA(hr) für Demokratie", die junge Menschen zur aktiven Beteiligung an der Kommunalwahl im März 2026 ermutige. Beteiligung beginne vor Ort, sagte Scholz: "Ob Jugendtreff, Busverbindung oder Sportplatz: In Städten und Gemeinden entscheidet sich, wie wir zusammenleben. Diesen Raum dürfen wir nicht populistischen Kräften überlassen." Die Kampagne umfasse Informationsveranstaltungen, Workshops und kreative Aktionen, um junge Menschen für demokratische Prozesse zu begeistern.
Begleitung junger Synodaler
In die bayerische Landessynode der evangelischen Kirche sind Ende 2025 insgesamt 27 junge Menschen direkt oder als Stellvertretungen gewählt worden. Jetzt wolle man die jungen Synodalen gut begleiten, hieß es. "Wir wollen sicherstellen, dass sie wirklich mitgestalten können. Dafür braucht es Vernetzung, Mentoring und den Raum, eigene Themen einzubringen", so Scholz.
In einem Reformprozess erneuere die EJB außerdem ihre Strukturen, Kommunikation und Außenwirkung. Im Zentrum stehen demnach die Kernwerte: Ehrenamtlichkeit, Freiwilligkeit, Partizipation und Wertebildung. Konkret bedeute das verbesserte Kommunikationsstrukturen zwischen Landesebene und Dekanaten, klarere Profile der verschiedenen Arbeitsfelder und eine gestärkte Identität nach innen und außen. "Wir wollen, dass junge Menschen wissen: Die Evangelische Jugend ist ein Ort, an dem ich willkommen bin, mich einbringen kann und gemeinsam mit anderen etwas bewege", sagte Scholz.