Ingolstadt, Berlin (epd). Das Evangelische Jugend- und Fürsorgewerk (EJF) Berlin hat zum 1. März das insolvente Hollerhaus in Ingolstadt übernommen. Mit dem EJF sei ein geeigneter Träger gefunden worden, "der nicht nur alle Arbeitsplätze erhält, sondern darüber hinaus auch über eine enorme Erfahrung in der Betreuung behinderter Menschen verfügt", sagte ein Insolvenzverwalter der Kanzlei Beck und Partner am Mittwoch laut einer Mitteilung. Vor der Insolvenz wurde das Hollerhaus vom Verein für körper- und mehrfachbehinderte Menschen betrieben.
Aktuell arbeiten 410 Mitarbeiter an den Standorten in Ingolstadt und Münchsmünster. Das Hollerhaus unterstützt Menschen mit kognitiven und körperlichen Einschränkungen sowie Klienten mit Schädelhirn-Verletzungen, ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu führen. Laut EJF-Angaben hat es in seinen Förderstätten inklusive der Außenstandorte 152 Plätze. Hinzu kommen 87 Wohnheimplätze. Fast sämtliche Plätze seien aktuell belegt, hieß es weiter.
Das EJF ist ein bundesweit tätiges, christlich geprägtes Unternehmen der Sozialwirtschaft mit mehr als 250 Standorten, an denen rund 20.000 Menschen ambulant und stationär betreut und beraten werden. Die Hauptaufgabenfelder des EJF sind die Kinder-, Jugend- und Familienhilfe, die Behindertenhilfe, Altenhilfe sowie die Flüchtlings- und Wohnungslosenhilfe.