München (epd). Drei Münchner Flüchtlingsinitiativen haben zur Beteiligung an der Münchner "Mietendemo" am 7. Februar aufgerufen. "Bereits für gutverdienende Menschen ohne Migrationsgeschichte ist es kaum möglich, bezahlbaren Wohnraum zu finden", erklärte Robin Esterer vom Münchner Flüchtlingsrat in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit dem Bayerischen Flüchtlingsrat und dem Kulturzentrum Bellevue di Monaco vom Donnerstag. Für geflüchtete Menschen verschärfe sich diese Situation, da sie auf dem Wohnungsmarkt "in besonderem Maße von struktureller Benachteiligung, Rassismus und rechtlichen Einschränkungen" betroffen seien.

Wenn Geflüchtete endlich die Auszugserlaubnis aus der Sammelunterkunft bekämen, würden sie anschließend bei der Wohnungssuche häufig aufgrund ihres Namens, ihres Aussehens oder ihrer Herkunft pauschal abgelehnt. Gleichzeitig verhinderten rechtliche Vorgaben wie die Wohnsitzauflage eine flexible und realistische Wohnungssuche. "Selbst dann, wenn in anderen Bundesländern Wohnraum verfügbar wäre, dürfen sie nicht einfach dorthin umziehen", heißt es.

Mieten senken, Leerstand bekämpfen

"Mietendemo" ist ein Aktionsbündnis von Gewerkschaften, Parteien, Mietervereinen und anderen gesellschaftlichen Initiativen. Unter dem Motto "Uns glangts" gehören dauerhafte Mietsenkung, der Ausbau von Sozialwohnungen, der Stopp von Bodenspekulation und Kampf gegen Leerstand zum Forderungskatalog. Die Kundgebung beginnt am 7. Februar laut Homepage um 14 Uhr am Münchner Odeonsplatz.