Lichtenau (epd). Pünktlich zu Weihnachten hat der Arbeitskreis "Mundart in der Kirche" ein "Gebeedbüchla für Franggn" veröffentlicht. Etwa 20 Autorinnen und Autoren hätten das seit vielen Jahren angedachte Projekt für ein Gebetbuch mit Gebeten im fränkischen Dialekt umgesetzt, teilte der Mundart-Arbeitskreis am Donnerstag in Lichtenau bei Ansbach mit. Das kleine Buch erscheint in zwei unterschiedlichen Optiken: zum einen im Stil einer mittelalterlichen Handschrift, zum anderen in einer modern bebilderten Version.

Geeignet für Bet-Anfänger und Fortgeschrittene

Das "Gebeedbüchla" sei genau das Richtige, wenn einem selbst mal die Worte zum Beten fehlten, erläuterte Pfarrer Claus Ebeling vom Mundart-Arbeitskreis: "Denn andere haben schon gute Worte gefunden, in die ich mich hineinfallen lassen kann, wenn mir selber die Worte fehlen." Für "die Gottsucher und die Gottfernen" sei das Buch ebenso geeignet wie für die Bet-Anfänger und die erfahrenen Beter, sagte Ebeling. Manche Gebete dürfe man auch mit Augenzwinkern beten, andere gingen "mit in die Tiefen der Seele".

Das Büchlein kann direkt Arbeitskreis bestellt werden, sowohl von Privatpersonen als auch vom Buchhandel. Überregional für Aufmerksamkeit hatte in der Vergangenheit die "Fränggische Bibl" gesorgt. Die fränkische Dialekt-Variante des Neuen Testaments musste bereits mehrfach nachgedruckt werden. Eine Dialekt-Version des Alten Testaments ist bereits in Arbeit.