München (epd). Das Freiwilligenzentrum "z’sam" der Diakonie München und Oberbayern feiert seinen fünften Geburtstag. "Das z’sam ist viel mehr als eine Freiwilligenagentur: Hier treffen ganz unterschiedliche Menschen aufeinander, tauschen sich aus und arbeiten gemeinsam an Projekten", erklärte Diakonie-Vorstandssprecherin Andrea Betz in einer Pressemitteilung vom Montag. Im Gründungsjahr 2021 habe es wegen der Corona-Pandemie noch viele Einschränkungen gegeben. Das "z’sam" sei jedoch ein Ort gewesen, "der von Anfang an auf Dialog setzte".

Ziel sei es, auch Menschen mit vielfältigen Lebenserfahrungen wie Krankheit oder Fluchterfahrung für ein Engagement zu gewinnen, sagte z’sam-Leiterin Sabine Bankauf. Inzwischen unterstütze das Zentrum rund 160 Partnerorganisationen wie soziale Einrichtungen und Kirchengemeinden und erreiche mit eigenen Projekten zwischen 1.000 und 1.500 Interessierte. Nach dem Ausbruch des Kriegs in der Ukraine habe man Gastgeber von geflüchteten Menschen mit Mini-Sprachkursen und Qualifizierungsangeboten unterstützt. Andere Projekte wie der Lerntreff "Come Together" für Menschen mit Fluchterfahrung sowie Kleidertauschpartys und der Freiwilligentag München Mitte zeigten, "wie abwechslungsreich Engagement sein kann".

"Ehrenamt ist heute projektbezogen"

Insgesamt sei der Wunsch nach Möglichkeiten für flexibles Engagement hoch, sagte Bankauf laut Mitteilung. "Ehrenamt ist heute sehr individuell, oft stark projekt- und themenbezogen." Viele Menschen wollten sich engagieren, könnten oder wollten sich aber nicht langfristig binden. Gefragt seien überschaubare, zeitlich begrenzte Einsätze, die sich mit Beruf, Familie oder Studium vereinbaren lassen. Gleichzeitig zeige sich, dass gerade diese Flexibilität neue Zielgruppen und Perspektiven für das Ehrenamt öffne.