Augsburg (epd). Mit einem ökumenischen Friedensgebet in der Moritzkirche wollen die Augsburger Citykirchen am 24. Februar (Freitag) ab 17 Uhr an den Jahrestag des russischen Angriffs auf die Ukraine sowie die Augsburger Bombennacht vor 79 Jahren erinnern. Seit Jahren schon werde der verheerenden Luftangriffe auf die Stadt am 25. und 26. Februar 1944 gedacht, sagte Dekanin Doris Sperber-Hartmann am Sonntag im Radiosender rt1. In diesem Jahr falle das Datum zusammen mit dem Beginn des Krieges in der Ukraine vor einem Jahr "und da werden wir eben auch an die Ukraine besonders denken".

Ältere Menschen, die die Bombenangriffe auf Augsburg noch selbst erlebt hätten, würden "dieses schreckliche Gefühl der Bedrohung und Lebensangst" kennen, sagte Sperber-Hartmann. Nun hätten Menschen, die nicht weit weg leben, diese Gefühle wieder. Darüber wolle man einen Zusammenhang herstellen. In dem Friedensgebet wolle man dabei zum einen die Schrecken des Zweiten Weltkrieges und des Krieges in der Ukraine ins Bewusstsein rufen, sich aber auch "in der Hoffnung gegenseitig bestärken", sagte die Dekanin. Ein Friedensgebet habe dabei für alle immer eine ganz besondere Kraft.