Fürth (epd). Die Stadt Fürth gedenkt am kommenden Mittwoch (12. April, 18 Uhr) der ersten Opfer des NS-Regimes, die aus Fürth stammten. Rudolf Benario und Ernst Goldmann seien vor 90 Jahren ermordet worden, teilte die Stadt am Mittwoch mit. Gemeinsam mit dem Fürther Bündnis gegen Rechtsextremismus und Rassismus und dem Infoladen Benario werde man an der Uferpromenade an die beiden jungen Kommunisten aus jüdischen Fürther Elternhäusern erinnern.

Benario und Goldmann setzten sich gegen Faschismus und Krieg ein und waren unter den Ersten, die nach der Machtübernahme der Nazis verhaftet und in das Konzentrationslager Dachau verschleppt wurden. Am 12. April 1933 wurden sie ermordet. An der diesjährigen Gedenkstunde werde auch ein Nachfahre Rudolf Benarios aus Israel teilnehmen, heißt es in der Mitteilung. Albert Knoll, der ehemalige Leiter der KZ Gedenkstätte Dachau, werde eine Rede halten.

Fürth hatte 2020 für Benario und Goldmann am Rednitzufer ein neues Mahnmal gesetzt. Ein 2007 für sie errichtetes Denkmal war in den vergangenen Jahren immer wieder von unbekannten Tätern zerstört worden.