Ansbach, Nürnberg (epd). Die mittelfränkischen Städte und Landkreise haben zum 31. Januar dieses Jahres insgesamt 445 jugendliche Flüchtlinge untergebracht. Wie die Regierung von Mittelfranken am Montag dem Evangelischen Pressedienst (epd) bestätigte, planen die Jugendämter der Kreise und Städte in Mittelfranken derzeit gemeinsam Not- und Übergangseinrichtungen in mehreren Objekten. Die sollen unter anderem im Landkreis Neustadt an der Aisch/Bad Windsheim, in Nürnberg und in Erlangen entstehen. Die Jugendämter etwa in Fürth oder im Nürnberger Land hatten in den vergangenen Wochen und Monaten immer wieder gewarnt, dass die Kapazitäten für die Unterbringung der jugendlichen Flüchtlinge nicht ausreichten.

Mittelfristig wollen die Landkreise die Unterbringungsmöglichkeiten für unbegleitete minderjährige Ausländer ausbauen, teilte die Regierung weiter mit. Es könnte für sie eine oder mehrere gemeinsame zentrale Erstaufnahmeeinrichtungen aufgebaut werden. Die Regierung unterstütze das Vorhaben, die Heimaufsicht berate und begleite es, hieß es. Eine Betriebserlaubnis sei aber noch nicht beantragt worden.

Im Jahr 2016, als die Zahl der Flüchtlinge wegen der Menschen aus Syrien und dem Irak ebenfalls hoch war, wurden in Mittelfranken am 31. Januar 1.235 jugendliche Flüchtlinge ohne Familie gezählt. Allein die Rummelsberger Dienste hatten damals 640 Plätze für geflohene Jugendliche.