München (epd). Weihnachten sollte für alle ein friedvolles Fest sein. Allerdings steige an Feiertagen das Risiko für häusliche Gewalt, wie das bayerische Sozialministerium am Sonntag mitteilte. So sei das eigene Zuhause für manche Menschen nicht der erhoffte Schutzraum, sondern Tatort. Betroffene seien meist Frauen, Kinder und Jugendliche.
"Scheuen Sie sich nicht, Hilfe zu holen. Sie sind nicht allein", sagte Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf (CSU) laut Mitteilung. In Bayern gebe es zahlreiche Hilfsangebote, auch über die Feiertage und rund um die Uhr. Informationen dazu gebe es unter "Bayern gegen Gewalt". Bei akuten Gefahrenlagen sollte der Polizei-Notruf 110 gewählt werden.
Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen": 116016
Zudem sei das Bundeshilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" unter der Telefonnummer 116 016 erreichbar. Das mehrsprachige und barrierefreie Angebot gebe es auch via Online-Chat und E-Mail. Es sei anonym, kostenlos und rund um die Uhr erreichbar. Hilfe böten auch zahlreiche staatlich geförderte Fachberatungsstellen und Frauenhäuser.