München, Würzburg, Regensburg (epd). Seit dem 1. Oktober hat das Museum für Franken in Würzburg eine neue Leitung: Das Regensburger Haus der Bayerischen Geschichte. Durch die Umstrukturierung solle das Zentralmuseum für fränkische Kunst- und Kulturgeschichte zu einem "echten Besuchermagneten" werden, sagte der bayerische Kunstminister Markus Blume (CSU) laut Mitteilung am Freitag in München. Bei der Neuausrichtung des Museums handele es sich um ein "kulturpolitisches Schlüsselprojekt in Nordbayern".

Nach dem Ende der Generalsanierung der Würzburger Festung Marienberg, die für 2032 geplant ist, soll das derzeit im Zeughaus untergebrachte Museum für Franken mit einer neuen Dauerausstellung auf ca. 4.000 Quadratmeter in die Kernburg umziehen. Direktor Richard Loibl vom Haus der Bayerischen Geschichte übernehme vorübergehend die Leitung dafür, so die Mitteilung. Er löst damit Jörg Meißner ab, der ins staatliche Museumswesen wechselt. Wie die Leitung des Museums für Franken langfristig organisiert werden soll, werde zu einem späteren Zeitpunkt entschieden.

Loibl und sein Team aus dem Haus der Bayerischen Geschichte planen, erfolgreiche Konzepte aus Regensburg auf das Würzburger Museum zu übertragen, heißt es weiter. Schwerpunkte seien dabei eine zeitgemäße Museumspädagogik, eine erlebnisorientierte Präsentation sowie das Museumsmarketing.