Hersbruck (epd). Über eine Millionen Euro für die Instandsetzung der Spitalkirche St. Elisabeth fließen aus dem Entschädigungsfonds an die Hersbrucker Elisabeth-Spitalstiftung. Wie das bayerische Ministerium für Wissenschaft und Kunst am Mittwoch mitteilte, unterstütze man damit die Sanierung einer "architektonischen Besonderheit", in der Kirchenraum und Spitalgebäude verschmelzen. Die sehr gut erhaltene Ausstattung der Kirche mit ihrem spätgotischen Altar und der authentisch überlieferten Pfründnerwohnung machten das Gebäude zu einem herausragenden Baudenkmal in der Region.

In Hersbruck (Landkreis Nürnberger Land) läuft derzeit die Gesamtinstandsetzung der Kirche, die rund zwei Millionen Euro kosten wird, teilte die Stadt auf Anfrage mit. Weitere Geldgeber sind die Deutsche Stiftung Denkmalschutz und die Messerschmidt-Stiftung, die Gelder für die Restaurierung des Elisabeth-Altars gibt. 48.000 Euro Spenden sind inszwischen durch die Aktion "10.000 Ziegel für die Spitalkirche" von Bürgerinnen und Bürgern und Geschäftsleuten eingegangen, so eine Sprecherin der Stadt.

Die Spitalkirche St. Elisabeth Hersbruck entstand im frühen 15. Jahrhundert als zum Spital gehöriger Kirchenbau. Der Kirchenbau ist im Inneren durch die Überlagerung des um 1415/16 erbauten Langhauses mit dem um 1560 in dieser Form eingefügten Südende des Spitalgebäudes geprägt, so das Ministerium. Im Obergeschoss befinden sich die ehemalige Pfründnerwohnung und zwei Kammern, von denen aus Spitalinsassen über Fenster in den Kirchenraum blicken und den Gottesdienst verfolgen konnten. Die Skulpturen des spätgotischen Altars werden der Schule des Veit Stoß (um 1447 bis 1533) zugeschrieben.

Der Entschädigungsfonds wird den Angaben nach vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst verwaltet und gemeinsam vom Freistaat und den Kommunen getragen.

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