München (epd). Für Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) ist Prävention ein Kernanliegen bayerischer Gesundheitspolitik. Gar nicht erst zu erkranken, sollte immer das erste Ziel sein, sagte Holetschek bei einem Gespräch des Kompetenzzentrums für Waldmedizin und Naturtherapie im Presseclub in München. Bei Krankheiten, die durch den individuellen Lebensstil beeinflussbar seien, spielten neben gesunder Ernährung und dem Verzicht auf Zigaretten und Alkohol auch ausreichende Bewegung und Stressvermeidung eine große Rolle.

Holetschek wies darauf hin, dass der Aufenthalt in der Natur nachweislich die Gesundheit stärke. Das habe etwa das vom Gesundheitsministerium von 2018 bis 2022 geförderte Projekt "Green Care" gezeigt, das in den Biosphärenreservaten Berchtesgadener Land und dem bayerischen Teil der Rhön Natur- und Wildnistherapien für Menschen mit psychischen Erkrankungen angeboten hatte. Nach den vorläufigen Ergebnissen hätten intensive Sinneswahrnehmungen und achtsames Erleben der Natur geholfen, Krankheiten wie Depressionen, Burn-Out oder Suchtverhalten zu heilen oder ihnen vorzubeugen.

Das Kompetenzzentrum für Waldmedizin und Naturtherapie bündelt unter dem Dach der Ärztegesellschaft für Präventionsmedizin und klassische Naturheilverfahren, Kneippärztebund e. V., die interdisziplinären Fachkompetenzen der Ludwig-Maximilians-Universität, der Technischen Universität München und des Bayerischen Landesverbandes der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. So soll das Themenfeld Wald und Gesundheit in der Prävention und Therapie sowie in der Gesellschaft verankert werden.

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