München, Hamburg (epd). Die Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" hat im vergangenen Jahr in Deutschland 81 Fälle von illegalem Tierhandel mit insgesamt 737 sichergestellten Tieren gezählt. Dabei handelte es sich um 631 Hunde und 106 Katzen, wie "Vier Pfoten" am Donnerstag in Hamburg unter Verweis auf seinen neu veröffentlichten, jährlichen Report zum illegalen Welpenhandel mitteilte. Mit 33 Fällen illegalen Welpenhandels fanden demnach die meisten (40,7 Prozent) der Sicherstellungen in Bayern statt. In Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein wurde je ein Fall aufgedeckt, dabei wurden 16 (Mecklenburg-Vorpommern) beziehungsweise drei Tiere (Schleswig-Holstein) sichergestellt. In Hamburg gab es 2025 keine aufgedeckten Fälle.

Im Zuge der 33 aufgedeckten Fälle in Bayern wurden den Angaben nach insgesamt 183 Tiere sichergestellt. Dahinter folgte Nordrhein-Westfalen mit zehn Fällen und insgesamt 148 Sicherstellungen. Baden-Württemberg nahm den dritten Platz ein: Neun Fälle wurden dort aufgedeckt und insgesamt 42 Tiere sichergestellt.

"Attraktives Geschäft für Kriminelle"

"Der illegale Heimtierhandel ist ein großes Tierschutzproblem und bleibt weiterhin ein attraktives Geschäft für Kriminelle", erklärte "Vier Pfoten"-Expertin Saskia Dauter. Laut dem Report wurden in 85,2 Prozent der Fälle Welpen aus dem meist osteuropäischen Ausland importiert. Die meisten sichergestellten Hunde und Katzen stammten aus Rumänien (83 Tiere), gefolgt von Moldawien (61) und Polen (59).

"Vier Pfoten" warne davor, Tiere über Onlineplattformen oder soziale Medien zu kaufen. "Aktuell sind noch keine Regelungen umgesetzt, die den Online-Handel mit Tieren sicher machen", sagte Dauter.