München (epd). Die Präsidentin des Bayerischen Landtags, Ilse Aigner (CSU), ruft in ihrer diesjährigen Weihnachtsansprache dazu auf, Haltung, Optimismus und Selbstvertrauen zu beweisen. Aigner räume in ihrer Weihnachtsansprache, die am 26. Dezember im BR übertragen wird (18.40 Uhr) ein, dass die Gesellschaft schwierige Zeiten durchlebe, heißt es in einer Mitteilung des Landtags vom Dienstag. Viele wünschten sich schnellere Lösungen für Probleme, Sicherheit und Frieden.

Die Landtagspräsidentin warnt jedoch, dass die Probleme komplex seien - wer für sie einfache Lösungen verspreche, führe in die Irre. Während andere tragfähige Kompromisse suchten und wenigstens das Ziel hätten, Probleme zu lösen, hätten radikale Kräfte "gar kein Interesse an der Lösung." Sie mahnte daher, genau darauf zu achten, "wer es gut mit uns meint. Oder wer nur Konflikte schüren und daraus Profit ziehen will".

Respekt für Kandidaten bei Kommunalwahl

Für die anstehenden Kommunalwahlen im März ruft die Landtagspräsidentin zu "uneingeschränktem Respekt" gegenüber den Bewerberinnen und Bewerbern auf, die sich für die fast 40.000 Ämter aufstellen lassen. Sie wollten handeln und Verantwortung übernehmen. Leider gebe es immer wieder Angriffe gegen sie oder ihre Familien, was sogar zu Rücktritten geführt habe. "Das ist vollkommen unakzeptabel. Was wir brauchen ist Fairness", sagte die Landtagspräsidentin laut Mitteilung.

Aigner ruft die Menschen im Freistaat auf, "mit Zuversicht auf uns selbst und das eigene Handeln zu schauen", sowie Haltung, Optimismus und Selbstverstrauen zu beweisen. "Denn das Leben ist besser in Zuversicht", so die Präsidentin des Bayerischen Landtags.