München (epd). Die bayerische Politik schreibt wieder ihren Integrationspreis aus. Heuer steht er unter dem Motto "Sprache schafft Heimat - Integration leben", wie der Bayerische Landtag mitteilte. Gesucht werden Vereine, Institutionen und Einzelpersonen, die sich in besonderer Weise um das Erlernen und Anwenden der deutschen Sprache bei zugewanderten Menschen verdient gemacht haben. Die Bewerbungsfrist endet am 5. Februar, die Preisverleihung ist für den 4. Mai im Landtag geplant.
Aigner: Sprache schafft Orientierung und eröffnet Chancen
"Gerade beim Erlernen der deutschen Sprache wird deutlich, wie sehr Engagement dazu beitragen kann, dass aus ersten Schritten echte Mitwirkung am gesellschaftlichen Leben wird", sagte Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU). Sprache ermögliche nicht nur Orientierung, sie eröffne Chancen, stärke Selbstbewusstsein und schaffe Nähe zwischen Menschen, die sich zuvor fremd waren. Deshalb sei es so wichtig, jene zu würdigen, die Zugewanderten helfen, ebendiese Schlüsselkompetenz zu erwerben.
Der Bayerische Integrationspreis 2026 ist mit insgesamt 9.000 Euro dotiert. Das Preisgeld wird in der Regel in Teilsummen auf mehrere Preisträger aufgeteilt. Vergeben wird der Integrationspreis vom Bayerischen Landtag, dem Bayerischen Innenministerium und dem Integrationsbeauftragten der Bayerischen Staatsregierung.