München (epd). Eigenverantwortung und Wirksamkeit: Junge Menschen in Bayern haben klare Erwartungen an eine ehrenamtliche Tätigkeit. Zu diesem Schluss kommt das Projekt "Jung & Engagiert" des Bayerischen Jugendrings (BJR), das der Bayerische Landtag angeregt hat. Junge Engagierte wünschten sich demnach vor allem, "dass ihr Beitrag sichtbar wird und Wirkung entfaltet", teilte der BJR am Montag mit.

Statt an Dankes-Urkunden seien sie an konstruktivem Feedback und echten Verantwortungsspielräumen interessiert. Sie wollten sich ausprobieren, zeitlich flexibel bleiben, klare Ansprechpartner haben und ihre erworbenen Kompetenzen in Ausbildung und Beruf einsetzen können. Das Projekt hat den Angaben zufolge die Perspektiven hunderter junger Menschen auf das Ehrenamt ausgewertet.

Strukturen modernisieren

"Wenn junge Menschen merken, dass ihr Einsatz zählt, wächst Engagement", sagte BJR-Präsident Philipp Seitz. Die bayerische Familienministerin Ulrike Scharf (CSU) erklärte, das Ehrenamtskonzept solle "dazu beitragen, noch mehr Jugendliche für das Ehrenamt zu gewinnen". Die Ehrenamtsbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung, Gabi Schmidt (Freie Wähler), betonte, dass man nicht nur junge Menschen begeistern, sondern auch Strukturen modernisieren müsse, um Räume für neue Ideen und flexibles Engagement zu schaffen.

Das Ehrenamtskonzept, das der BJR aus den Ergebnissen von "Jung & Engagiert" erstellt hat, soll den Angaben zufolge an alle Mitglieder des Bayerischen Landtags verschickt werden und "als Grundlage für eine gezielte Weiterentwicklung und Stärkung des Ehrenamts in Bayern" dienen.