Gemünden a.M. (epd). Der Orden der Kreuzschwestern Bayern schließt zum Ende des laufenden Schuljahres 2025/26 die Theodosius-Florentini-Realschule in Gemünden am Main. Mit nur noch rund 160 Schülerinnen und Schülern sei die Schule nicht mehr kostendeckend zu betreiben, teilte das Bistum Würzburg am Montag mit. Der letzte zweizügige Jahrgang der zehnten Klassen könne noch den Abschluss an der Realschule machen. Alle weiteren Schülerinnen und Schüler müssten ihre Schulausbildung an einer anderen Einrichtung im Landkreis Main-Spessart fortsetzen.
Mit der Aufgabe der Realschule in Gemünden ende auch die langjährige Tätigkeit des Ordens als Schulträger. Diese Entscheidung hätten sich die Schwestern nicht leicht gemacht - doch allein mit den staatlichen Zuschüssen und den Elternbeiträgen wäre die Schule dauerhaft defizitär gewesen. Die Schule wurde 1952 in Werneck gegründet und zog 1960 nach Gemünden. 1965 entstand daraus eine Mädchenrealschule und ein Mädchengymnasium. Später wurde die Schule für Jungs geöffnet und daraufhin in Theodosius-Florentini-Schule umbenannt.