München (epd). Der Verein "Flimmo - Programmberatung für Eltern" kritisiert das Frauenbild in Sendungen wie "Germanys Next Topmodel" (GNTM) und "Der Bachelor". Frauen würden dort "oberflächlich bewertet", zudem werde "ein sehr einseitiges Schönheitsideal propagiert", auch wenn inzwischen unterschiedliche Körperformen gezeigt würden, teilte Flimmo am Donnerstag zum Start der neuen GNTM-Staffel mit. Gerade bei Kindern und Jugendlichen könnten diese "Idealbilder" zu Verunsicherungen und Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper führen. Eltern sollten genau hinsehen "und einen kritischen Blick auf mediale Vorbilder vermitteln".
Neben den vermittelten Schönheitsidealen seien auch andere Dinge problematisch. In beiden Sendungen zählten vor allem "Selbstdarstellung, Konkurrenzkampf und Anpassung". Schon Erwachsenen falle es schwer, zu durchschauen, dass die Streitereien und Konflikte in den Sendungen oft inszeniert sind. Für Kinder sei es deutlich schwieriger, "die manipulativen Mechanismen" zu verstehen, heißt es weiter. Eltern sollten "am Ball" bleiben und sich von ihren Kindern deren Vorbilder zeigen lassen. Dabei gelte es, neutral zu bleiben: Auch wenn man die Vorbild-Auswahl nicht nachvollziehen könne, sollte man diese nicht schlechtreden.
Mitglied beim Flimmo-Trägerverein sind die zwölf Landesmedienanstalten, die Stiftung Medienpädagogik Bayern der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) und das Internationale Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI).