Flossenbürg (epd). Die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg zeigt vom 16. Februar bis zum 11. Juni die Ausstellung "Dimensionen eines Verbrechens. Sowjetische Kriegsgefangene im Zweiten Weltkrieg". Das Schicksal sowjetischer Kriegsgefangener als Opfer der deutschen Vernichtungspolitik sei ein wenig beachtetes Kapitel der nationalsozialistischen Verbrechen, heißt es in einer Mitteilung der Gedenkstätte vom Mittwoch. Die Ausstellung wolle dem entgegenwirken und eine der größten Opfergruppen des NS-Regimes in den Blick nehmen.

5,7 Millionen Mitglieder der Roten Armee gerieten in deutsche Gefangenschaft. Über drei Millionen von ihnen erlebten der Mitteilung zufolge das Ende des Krieges nicht. Thematisch im Fokus der Schau stünden der Hergang des Massenmordes und dessen historische Rahmenbedingungen. Zudem würden die Biografien einzelner Opfer vorgestellt und schließlich die sich langsam entwickelnde Erinnerungskultur in Mittel- und Osteuropa gezeigt, indem ausgewählte Gedenkorte exemplarisch vorgestellt würden.

Die Ausstellung wurde gemeinsam mit dem Museum Berlin-Karlshorst, der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten sowie dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge und dem Deutschen Historischen Institut in Moskau konzipiert.