Ansbach (epd). Nur knapp zwei Drittel der erwarteten Besucher - und trotzdem ein Erfolg: So bewerten die Macher der diesjährigen Landesausstellung "Typisch Franken" ihre Schau in Ansbach. Zwischen dem 24. Mai und vergangenen Sonntag (6. November) kamen 65.817 Besucher in die mittelfränkische Bezirkshauptstadt, wie das Haus der Bayerischen Geschichte am Montag in Augsburg mitteilte. Erwartet hatten die Ausstellungsmacher etwa 100.000 Besucher. "In Anbetracht der nach wie vor spürbaren Auswirkungen der Coronakrise" sei man dennoch zufrieden.

Die Ausstellung sei überwiegend von Familien und Einzelpersonen besucht worden, hieß es weiter. Bei Gruppenreisen sei noch "eine deutliche Zurückhaltung erkennbar" gewesen. Eher verhalten sei auch der Besuch von Schulklassen "insbesondere vor den Sommerferien" gewesen. Ein großer Erfolg der Ausstellung in der Ansbacher Orangerie war deren "Nebenstandort" in der evangelischen Kirche St. Gumbertus. Rund 50.000 Besucher hätten den dortigen Ausstellungsteil besucht. Ebenfalls erfolgreich war der Ausstellungskatalog, der bereits im September ausverkauft gewesen sei.

Die Besucher stellten der Landesausstellung 2022 laut einer vom Haus der Bayerischen Geschichte selbst vorgenommenen Befragung ein gutes Zeugnis aus: 81 Prozent der ungefähr 18.000 Umfrage-Teilnehmer fanden die Schau "gut" oder "sehr gut". Bei der interaktiven Befragung, was denn nun typisch fränkisch ist, wurden mehr als 134.000 Stimmen abgegeben - auf Platz eins landete das Bier (28.316 Stimmen), dicht gefolgt von der Bratwurst (26.089 Stimmen) auf Rang zwei. Schlusslicht bei den zwölf zur Wahl stehenden Begriffen wurde übrigens "evangelisch" (3.063 Stimmen).