München (epd). Die Lebenszufriedenheit der Einwohner Bayerns hat laut einer Studie abgenommen. Zwar zeigten die allgemeinen Konjunkturdaten inzwischen nach oben, von einer verbesserten Stimmung sei allerdings nichts zu spüren: Dies ist das Ergebnis des aktuellen "Heimatindex" der bayerischen Volksbanken und Raiffeisenbanken, den der Genossenschaftsverband Bayern (GVB) am Donnerstag in München vorstellte.
Der Heimatindex wird jährlich in einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage zu verschiedenen Lebensbereichen ermittelt. Maximal kann er 100 Punkte erreichen. Der Gesamtindex sank laut GBV gegenüber dem Vorjahr um einen Zähler auf 64 Punkte.
Niederbayern sind am zufriedensten
Ihre allgemeine Lebenszufriedenheit bewerteten die Bayern mit 65 Punkten, zwei Zähler weniger als im vergangenen Jahr. Die übrigen Bundesländer kommen auf nur 61 Punkte. Regional am höchsten ist die Lebenszufriedenheit in Niederbayern mit 67 Punkten. Oberbayern und Schwaben erreichen 66 Punkte, Oberfranken und Unterfranken 65 Punkte, die Oberpfalz und Mittelfranken 64 Punkte.
Mit einer Verschlechterung ihrer persönlichen wirtschaftlichen Situation in den kommenden zwei Jahren rechnen 36 Prozent der Befragten. 14 Prozent erwarten eine Verbesserung und 50 Prozent gleichbleibende Verhältnisse. Das ist leicht besser als im Vorjahr, als nur knapp 12 Prozent eine Verbesserung und 37 Prozent eine Verschlechterung erwartet hatten.
Migration: von 50 auf 38 Prozent
Befragt nach Themen, die sie bewegen, nannten 43 Prozent Preise und Inflation. Im Vorjahr waren es 38 Prozent. Migration und Integration folgen mit 38 Prozent, 2025 lag dieses Thema mit 50 Prozent an der Spitze.
38 Prozent der Befragten erwarten, dass Künstliche Intelligenz das Leben verschlechtern wird. 27 Prozent gehen von einer Verbesserung aus, 35 Prozent sind unentschieden.
Das Institut Civey hat für den GVB von 19. August bis 12. September online 3.000 Personen in Bayern und 10.000 Personen in Deutschland ohne Bayern befragt. Zu den Mitgliedern des GVB zählen 175 Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie 1.035 Unternehmen aus Branchen wie Landwirtschaft, Energie, Handel, Handwerk und Dienstleistungen.