Kaufbeuren (epd). Der Wünschewagen des Arbeiter-Samariter-Bunds (ASB) im Allgäu und in Schwaben hat in diesem Jahr sterbenskranken Menschen 51 letzte "Herzenswünsche" erfüllt. Dazu gehörten Fahrten ans Meer, ein Ausflug mit der Familie oder ein Besuch im Fußballstadion, wie der ASB am Donnerstag in Kaufbeuren mitteilte. Insgesamt seien rund 100 Wunschfahrten geplant gewesen, der Gesundheitszustand der Fahrgäste ließ den Trip dann aber bei vielen in letzter Minute nicht mehr zu.
Ein Kranker habe ein letztes Mal mit seinem italienischen Freund am Gardasee ein Glas Rotwein trinken und die Füße dort ins Wasser strecken wollen. Für viele sei es aber nur wichtig gewesen, noch einmal ins eigene Zuhause zu kommen und im Familienkreis Kaffee zu trinken. Ein jüngerer Gast bat um die Teilnahme an der Hochzeit seiner Cousine.
Der Wünschewagen ist ein Kooperationsprojekt der ASB-Verbände Allgäu, Augsburg, Neu-Ulm und Dillingen-Donau-Ries. In Deutschland betreibt der ASB den Angaben zufolge 23 Wünschewagen, drei davon in Bayern. Die Arbeit finanziert sich ausschließlich über Spender und Sponsoren sowie über freiwillige Mitarbeit. Eine Wunscherfüllung kostet bis zu 1.500 Euro.