München (epd). Museumsführung per Telefon: Das geht jetzt auch im Münchner Museum Fünf Kontinente. Man habe sich der 2021 gegründeten Hamburger Initiative "Bei Anruf Kultur" angeschlossen, um Menschen "unabhängig von einer Behinderung, ihrem Wohnort oder ihrer Mobilität den Zugang zu Kultur per Telefon zu ermöglichen", teilte die Einrichtung am Mittwoch mit. Beim ersten Termin am nächsten Mittwoch (14. Januar) nehme die Kuratorin Hilke Thode-Arora ihre Zuhörer mit durch die Sonderausstellung "He Toi Ora" über die "beseelte Kunst der Māori".
Zielgruppe der Telefon-Führungen sind den Angaben zufolge Menschen mit Sehbehinderung, Mobilitätseinschränkung oder wenig Geld. Auch wer sich in Gruppen unwohl fühle, könne via Telefon Kunst genießen. Die einstündigen Führungen sind kostenfrei.
"Bei Anruf Kultur" wurde laut Mitteilung während des Corona-Lockdowns vom Hamburger Blinden- und Sehbehindertenverein gegründet. Inzwischen kooperiere man mit über 125 Kultureinrichtungen bundesweit. In Bayern zählen derzeit elf Häuser dazu, darunter die Bayerische Staatsgemäldesammlung, das Freisinger Diözesanmuseum, das Augsburger Schaezlerpalais und das Stadtmuseum Amberg.