München (epd). Nach dem bayerischen Stromnetzgipfel in der Staatskanzlei am Mittwoch herrscht Uneinigkeit darüber, ob neue Gaskraftwerke für die Versorgungssicherheit Bayerns notwendig sind. Die Energiewende habe in den letzten Jahren Fahrt aufgenommen, teilte der Bund Naturschutz nach dem Gipfel mit. "Anstatt jetzt wieder auf klimaschädliche Gaskraftwerke zu setzen, sollte die Staatsregierung erneuerbare Zukunftstechnologien weiter vorantreiben." Wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Mittwoch sagte, sollen die Genehmigungsverfahren für neue Gaskraftwerke "maximal beschleunigt" werden.

Gaskraftwerke seien nicht "der natürliche Partner der Erneuerbaren", wie es Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) formulierte, sagte BN-Energieexperte Kasimir Buhr. "Um die Schwankungen der Erneuerbaren Energien auszugleichen, brauchen wir vor allem Batteriespeicher." Für einige kurze Phasen vor allem im Winter brauche es darüber hinaus Kraftwerke, die mit grünem Wasserstoff betrieben werden können. Auch Aiwanger forderte in einer Mitteilung nach dem Stromgipfel unbürokratische Anträge für Batteriespeicher. "Gaskraftwerke, möglichst wasserstofffähig, müssen jetzt schnell gebaut werden, um Versorgungssicherheit zu gewährleisten", so der Minister.