München (epd). Das NS-Dokumentationszentrum München zeigt ab Donnerstag (30. Oktober) die Ausstellung "…damit das Geräusch des Krieges nachlässt, sein Gedröhn" mit zeitgenössischen Werken von zwölf internationalen Künstlerinnen und Künstlern. Viele Kriege nach 1945 seien "Nachwirkungen der Neuordnung nach dem Zweiten Weltkrieg" gewesen, sagte Direktorin Mirjam Zadoff am Mittwoch bei einem Pressetermin. Das Geräusch des Krieges habe somit nie abgenommen, viele Menschen trügen es mit sich in ein neues Leben oder eine neue Heimat.

Der Ausstellungstitel nimmt den Angaben zufolge Bezug auf die Kriegsmemoiren der französischen Schriftstellerin Marguerite Duras (1914-1996). Die Arbeiten aus den Bereichen Malerei, Video, Sound, Grafik und Skulptur reflektierten Erfahrungen von Gewalt, Zerstörung und Wiederaufbau und erzählten von Verlust, Flucht und Neuanfängen. Zu den gezeigten Künstlern gehören Chantal Akerman (1950-2015), Tarik Kiswanson (1986), Selma Selman (1991) und Miloš Trakilović (1989). Die Ausstellung ist bis 12. Juli 2026 zu sehen.