Nürnberg (epd). Das Nürnberger Friedensmuseum feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass bereite man eine Veranstaltungsreihe zum Thema "Gewaltfreiheit - heute" vor, teilte das Museum mit. Sie beginnt mit einer Veranstaltung zu Helene Stöcker (1869 bis 1943), einer deutschen Frauenrechtlerin und Kriegsgegnerin, am Dienstag, 7. März (19.30 Uhr), mit dem Referenten Guido Grünewald. Der Vortrag findet im Museum statt und wird auch per Video-Stream übertragen.

Zum Jubiläum hat das Friedensmuseum sein Archiv durchforstet und zeigt die Schau "1000 Plakate für den Frieden", zusammengestellt aus der eigenen Plakatsammlung. Vernissage ist am 24. März (17 Uhr). Die Eröffnungsrede hält Sabine Schiffer, Institut für Medienverantwortung in Berlin. Zusehen sein sollen deutsche und internationale, bunte und auch provokante Plakate, die für Gewaltfreiheit, Abrüstung und Völkerverständigung werben. Historische Bücher, Postkarten, Fotos, Papier-, Ton- und Filmdokumente ergänzen die Ausstellung.

Am Montag, 27. März (19.30 Uhr), findet wiederum im Friedensmuseum und Online ein Gespräch zwischen dem Historiker Guido Grünewald und der Aktivistin Birgitta Meier statt. Darin soll es unter anderem um die Frage gehen, seit wann es eigentlich den Begriff der Gewaltfreiheit gibt. Seit dem Überfall Russlands auf die Ukraine habe Gewaltfreiheit einen schlechten Stand im öffentlichen Diskurs, heißt es in der Mitteilung des Museums. Militärische Gegenwehr werde als alternativlos dargestellt. Zu diesem Thema werde am Montag, 17. April, Christine Schweitzer referieren. Beide Veranstaltungen können auch online besucht werden.

Das Friedensmuseum befindet sich in der Kaulbachstrasse 2, 90408 Nürnberg.