Niederalteich, Regensburg (epd). An vielen Orten Bayerns werden an diesem Sonntag (11. Januar) wieder in der Tradition der Ostkirchen die Flüsse gesegnet. Vorreiter dieses Ritus waren die christlichen Kirchen in Niederalteich, die damit an die Verantwortung für die Schöpfung erinnern. Auch heuer lädt der ökumenische Arbeitskreis "Lebendige Donau" dazu ein, um 17 Uhr ans Donauufer in Niederalteich zu kommen. Der katholische Prodekan Philipp Höppler werde die Predigt beim anschließenden Vespergottesdienst in der Basilika Niederalteich halten, teilte eine Sprecherin des Aktionskreises mit.
Am 11. Januar wird auch die Donau in Regensburg gesegnet. Der evangelische Regionalbischof Klaus Stiegler werde zusammen mit seinem katholischen Amtskollegen Rudolf Voderholzer und dem Archimandrit Petros Klitsch von der orthodoxen Kirche um 15 Uhr eine Vesper im Regensburger Dom feiern, teilte das Büro des Regionalbischofs mit. Im Anschluss daran führe eine Prozession vom Dom an die Steinerne Brücke, wo dreimal ein Holzkreuz ins Wasser gelassen werde, um den Fluss zu segnen.
Orthodoxe Christen feiern am 6. Januar die Taufe Jesu
Orthodoxe Christinnen und Christen erinnern zu Epiphanias (6. Januar) an die Taufe Jesu im Fluss Jordan. Traditionell findet dabei eine zeremonielle Wasserweihe statt. Die Gemeinde versammelt sich an einem Fluss, See oder dem Meer, wo der Priester ein Kreuz dreimal ins Wasser taucht. Die Wasserweihe ist mittlerweile auch in Deutschland weitverbreitet. Sie gilt als Symbol für den Einsatz der Christen für die Bewahrung der Schöpfung.