Bamberg (epd). Paul Maar ist einer der bekanntesten Kinderbuchautoren im deutschsprachigen Raum und darüber hinaus. Wie die Universität Bamberg am Dienstag mitteilte, soll sein Werk in einem eigenen Museum in Hallstadt, dem Geburtsort seiner Mutter, gewürdigt werden. Ein Team aus Studierenden vom Lehrstuhl für Europäische Ethnologie an der Uni Bamberg unterstützt den Aufbau des Museums: Es inventarisierte seit Februar 2025 den gesamten Vorlass des Autors und Illustrators, den dieser bereits der Stadt Hallstadt übergeben hatte.

In den zahlreichen Kisten fand das Team demnach 5.000 Stücke, darunter Bücher, Manuskripte, Fotos, Filmrequisiten, Sams-Puppen, Zeichnungen, Fanpost und persönliche Notizen. Ohne eine systematische Inventarisierung sei eine museale Planung ebenso wie die spätere Bestandsverwaltung im laufenden Betrieb unmöglich, hieß es. "Die Studierenden lernen hier Museumspraxis im besten Sinne - von der Verschlagwortung bis zur Erfassung komplexer Objekte in verschiedenen Sprachen, Schriften und medialen Formaten", sagte Projektleiterin Heidrun Alzheimer, ehemalige Inhaberin des Lehrstuhls.

Nun sei die Inventarisierung in Zusammenarbeit mit der Stadt Hallstadt und der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern abgeschlossen worden. Die Eröffnung des Museums sei in den nächsten Jahren geplant. Bereits im Oktober 2025 finde im Kulturboden Hallstadt eine öffentliche Veranstaltung mit Podiumsdiskussion und einer Ausstellung mit Grafiken von Paul Maar statt. Auch der Künstler selbst werde anwesend sein.