Bayreuth (epd). Nach Überzeugung der Bayreuther Regionalbischöfin Dorothea Greiner ist die Bibel auch im Jahr 2022 ein wichtiger Impulsgeber. In ihrem diesjährigen Reformationsbrief rückte die Kirchenleitende die Bibel in den Mittelpunkt, weil vor 500 Jahren Luthers erste Übersetzung des Neuen Testaments in deutscher Sprache erschienen ist. "Die Bibel in der Hand der Menschen war nicht nur in der Reformationszeit die Quelle zur Erneuerung unserer Kirche, sondern sie ist es auch heute", heißt es ihrem Reformationsbrief, der an alle haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden im Kirchenkreis Bayreuth ging.
Die Aktualität der Bibel erweise sich auch in diesen Zeiten und biete eine Reibungsfläche, sagte Greiner. Zu Beginn des Ukrainekrieges sei nicht klar gewesen, was der biblische Slogan "Schwerter zu Pflugscharen" sagen wolle und wohin die Mahnung Jesu "Liebet Eure Feinde!" führen solle. Beides sei geeignet, der Aggression die Kraft zu nehmen und das eigene Herz frei zu halten von jedem Hass, betonte die Regionalbischöfin.
Auch Kinder und Jugendliche könnten Nahrung aus der Bibel ziehen. Beim Lesen und Hören biblischer Geschichten baue sich eine nachhaltige christlich-religiöse Grundhaltung auf, erläuterte Greiner: "Darin liegt die Zukunft kirchlicher Gemeindeentwicklung." Die Regionalbischöfin nannte mit Kasendorf und Geroldsgrün zwei herausragende Projekte im Kirchenkreis Bayreuth, in denen sich junge Menschen intensiv mit der Bibel beschäftigt hätten.