München (epd). Der Schauspieler Samuel Koch erhält den Bayerischen Kunstpreis in der Kategorie Performance. Ausgezeichnet wird er für seine Darstellung des Albrecht von Wallenstein in Jan-Christoph Gockels Inszenierung "Wallenstein - Ein Schlachtfest in sieben Gängen" an den Münchner Kammerspielen, wie der bayerische Kunstminister Markus Blume (CSU) am Freitag mitteilte. Die Verleihung des mit 10.000 Euro dotierten Preises findet am 12. November in München statt.
"Samuel Koch macht Wallenstein zu einer Figur, die fasziniert, weil sie sich nicht auf den ersten Blick erschließt", sagte Blume. Mit großer Präzision und eindringlicher Bühnenpräsenz gebe er dem Feldherrn Kontur und verleihe ihm eine eigene Handschrift. Als Wallenstein zieht er die Fäden und gerät zugleich selbst in ihr Netz: In Gockels Inszenierung werde dieser Widerspruch zum packenden Theatererlebnis.
Koch ist seit 2024 an den Kammerspielen
Der Bayerische Kunstpreis würdigt in acht Kategorien Leistungen und Verdienste um die Kunst- und Kulturlandschaft: Ausstellung, Stimme, Kreatives Schaffen, Innovation, Programm, Kulturbotschafter, Performance und Besonderer Ort. Hinzu kommt der undotierte Ehrenpreis des Ministerpräsidenten. Der Kunstpreis ist mit 10.000 Euro je Kategorie dotiert und wird vom Kunstminister auf Empfehlung einer Jury vergeben.
Samuel Koch ist Schauspieler, Autor und Redner. Nach seinem Schauspielstudium in Hannover führte ihn sein Weg auf die Theaterbühne sowie vor die Kamera. Seit einem Unfall 2010 bei der TV-Show "Wetten, dass..?" lebt er mit einer Querschnittslähmung. Engagements führten ihn ans Staatstheater Darmstadt, ans Nationaltheater Mannheim und seit 2024 an die Münchner Kammerspiele. Er war in Film und Fernsehen zu sehen, schrieb mehrere Bücher und beschäftigt sich in Vorträgen etwa mit Resilienz und Veränderung. Zudem engagiert er sich für Inklusion und gesellschaftliche Teilhabe.