Berlin, München (epd). Die Bildungsministerkonferenz erweitert den Kompetenzrahmen um KI-bezogene Fähigkeiten. Schülerinnen und Schüler müssten wissen, wie sie die Künstliche Intelligenz sinnvoll nutzen, aber auch die Ergebnisse kritisch bewerten können, sagte die Präsidentin der Bildungsministerkonferenz 2026 und bayerische Kultusministerin, Anna Stolz (Freie Wähler), am Freitag in Berlin. Die sechs bestehenden Kompetenzbereiche "Bildung in der digitalen Welt" blieben erhalten und würden unter dem Blickwinkel der KI erweitert.
Dazu gehöre etwa der transparente Umgang mit KI-generierten Beiträgen, Datenschutz und ethische Fragen sowie der Umgang mit Deepfakes. Im Mittelpunkt stünden vier Perspektiven: mit KI bewusst umgehen, KI kreativ anwenden, KI gezielt einsetzen und KI mitgestalten. Die Bildungsministerin Nordrhein-Westfalens, Dorothee Feller (CDU), sagte, KI werde eine wichtige Rolle "im Morgen und Übermorgen" der Schülerinnen und Schüler spielen. Es sei daher Aufgabe der Bildung, KI-Kompetenz an Schulen zu vermitteln.
Bündnis für Alphabetisierung und Grundbildung
Die Bildungsministerkonferenz und das Bundesbildungsministerium beschlossen zudem das "Bündnis für Alphabetisierung und Grundbildung 2027-2035". Damit solle geringen Lese- und alltagsmathematischen Kompetenzen sowie niedrigen Problemlösefähigkeiten entgegengewirkt werden.
Die Bildungsministerkonferenz ist eine von drei Teilkonferenzen der Kultusministerkonferenz. Sie soll den Angaben zufolge unter anderem die Qualitätsstandards in Schule und Berufsausbildung sichern und die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung fördern.