München (epd). Noch bis 24. Oktober ist in der Münchner Seidlvilla eine besondere Fotoausstellung über "Jüdisches Leben in der arabischen Welt" zu sehen. Entstanden ist die Schau als Kooperation des bayerischen Antisemitismus-Beauftragten Ludwig Spaenle und der Abteilung für Judaistik der Ludwig-Maximilians-Universität, wie Spaenles Büro am Donnerstag mitteilte. Die Ausstellung bietet eine Reise in jüdisch-arabische Lebenswelten von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zur Gründung des Staates Israel. Die Schau belege "die enorme Bedeutung jüdischen Lebens in der arabischen Welt über die Jahrhunderte". Diese Geschichte sei "hierzulande weithin unbekannt".
Die historischen Fotografien dokumentierten den Alltag jüdischer Gemeinschaften in Regionen wie dem Maghreb, Libyen, Ägypten, Syrien, Irak und Jemen. Sie seien Ausdruck eines eng verflochtenen Miteinanders. Die Ausstellung ist montags bis freitags von 12 bis 19 Uhr sowie samstags und sonntags von 12 bis 18 Uhr geöffnet.