München (epd). Mit Friedenslichtern und interreligiösen Gebetsimpulsen begleiten Kirchen und Glaubensgemeinschaften die Münchner Sicherheitskonferenz. Man bete dafür, dass sich die Handelnden "stets bewusst sind, dass sie Verantwortung tragen für den Frieden und dass sie ihr Handeln davon leiten lassen", sagte Sebastian Bugl, Leiter der Abteilung Weltkirche im Erzbischöflichen Ordinariat in einer Mitteilung vom Montag. Die Gebete würden auch den Menschen in Kriegsregionen gelten, "die ihrer Heimat und ihrer Liebsten beraubt werden". Zudem bitte man darum, selbst zu "Botinnen und Boten des Friedens zu werden", so Bugl.

Der Gebetsmarathon beginnt bereits am Mittwoch (15. Februar) um 19 Uhr mit einer interreligiösen Online-Friedensmeditation mit Impulsen aus Buddhismus, Hinduismus, Sufismus und Christentum. Am Freitag und Samstag finde in der Unterkirche der Bürgersaalkirche von 10 bis 18 Uhr immer zur vollen Stunde ein Gebet statt. Zu den Veranstaltern gehörten Schülergruppen, Hilfswerke, Orden, Pfarreien und andere Gemeinschaften. Auch im Münchner Forum für Islam und in der Hauptsynagoge der Israelitischen Kultusgemeinde sprechen die Geistlichen über den Frieden.

Während der Sicherheitskonferenz vom 17. bis 19. Februar brenne in der Christophorus-Kapelle am Flughafen München ein Friedenslicht. Kerzen mit dem Symbol des Ölzweigs und der Aufschrift "Frieden leben" würden auch in der Unterkirche des Bürgersaals, der Hauptsynagoge und dem Münchner Forum für Islam brennen. Mehrere katholische Pfarreien laden zur "Anbetung des Allerheiligsten": Dabei wird eine Hostie in einem liturgischen Behältnis wie der Monstranz sichtbar präsentiert und somit die Gegenwart Jesu Christi betont. Am letzten Tag der Sicherheitskonferenz beten Christen, Juden, Muslime, Buddhisten und Bahai im Haus der Kulturen und Religionen für den Frieden.