Ausgsburg (epd). Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) will an der Buchpreisbindung festhalten. Zwar könne die Politik die Herausforderungen des stationären Buchhandels wie etwa die enormen Preissteigerungen bei Rohstoffen und Produktionskosten nicht beseitigen, sagte Roth bei der Preisverleihung des achten Deutschen Buchhandlungspreises am Sonntag in Augsburg. Aber sie könne Rahmenbedingungen garantieren: "Der Buchpreis ist dafür das wichtigste Instrument. "

Damit werde verhindert, dass Bücher als einfache Produkte, etwa durch den Online-Handel unterboten werden, sagte Roth laut Pressemitteilung. Sie betonte die Rolle von Buchhandlungen als "elementar wichtiger Teil unserer Kulturlandschaft". Sie ermöglichten vor Ort die Begegnung mit Literatur in all ihren vielfältigen Formen, gerade auch im Ländlichen Raum.

Als bundesweit beste Buchhandlungen wurden in Augsburg drei Buchhandlungen mit je 25.000 Euro ausgezeichnet: "Buchhandlung Schatzinsel" in Bernau (Brandenburg), "Friedrich Schaumburg" in Stade (Niedersachsen) und "Logbuch" in Bremen.

Fünf Preisträger gibt es in der Kategorie "Besonders herausragende Buchhandlungen". Jeweils 15.000 Euro erhalten den Angaben zufolge "Büchers Best" in Dresden (Sachsen), "Buchhandlung Wolgast" in Wolgast (Mecklenburg-Vorpommern), "Buchhandlung WortReich" in Kerpen (Nordrhein-Westfalen), "Literatur Moths" in München (Bayern) sowie "Quichotte - Literarische Buchhandlung" in Tübingen (Baden-Württemberg).

Eine Prämie in Höhe von jeweils 7.000 Euro sowie ein Gütesiegel wurden in der Kategorie "hervorragende Buchhandlungen" an 100 weitere Buchhandlungen vergeben. Der mit insgesamt 850.000 Euro dotierte Preis wurde in diesem Jahr an insgesamt 118 unabhängige und inhabergeführte Buchhandlungen verliehen. Partner des von der Kulturstaatsministerin vergebenen Deutschen Buchhandlungspreises sind die Kurt-Wolff-Stiftung und der Börsenverein des Deutschen Buchhandels e. V..