Hof (epd). Der Bauausschuss der Stadt Hof hat damit begonnen, ein Konzept zur Sichtbarmachung der alten Synagoge zu erarbeiten. Wie die Stadt mitteilte, stand auf dem Platz, an dem sich bis 1938 die Hofer Synagoge befand, bis vor Kurzem der Bühneneingang des ehemaligen Hofer Stadttheaters. Dieser musste im vergangenen November abgerissen werden, weil das Gebäude als einsturzgefährdet galt. Die CSU-Stadtratsfraktion beantragte damals, dass ein sichtbares Zeichen der Erinnerung an die ehemalige Synagoge gesetzt werden solle.

"Die Pogromnacht gehört zu den dunkelsten Stunden unserer Geschichte und wir stehen in der Verantwortung, diese Verbrechen und die jüdische Gemeinde nicht zu vergessen", sagte Oberbürgermeisterin Eva Döhla (SPD) laut Mitteilung. Die Idee der CSU-Fraktion sei es, die ehemaligen Grundrisse hervorzuheben. Die Fachbereiche Stadtplanung, Tiefbau und Grünanlagen arbeiteten bereits seit August 2025 an ersten Entwurfsskizzen. Nach den Abbrucharbeiten des Gebäudes seien noch Restmittel in Höhe von 20.000 Euro vorhanden. Es müsse allerdings noch geprüft werden, ob dieses Geld für die Gestaltung des Platzes verwendet werden kann.

Farbige Pflastersteine oder Sitzmauer denkbar

Zur Diskussion stehe derzeit, auf welche Weise die Grundrisse sichtbar gemacht werden sollen. Dies könne durch farblich abgesetzte Pflastersteine, eine Sitzmauer oder durch eine entsprechende Bepflanzung geschehen. Auch Pflanzkübel zur Verschönerung der Fläche oder eine Neuanpflanzung von Bäumen seien der Mitteilung zufolge diskutiert worden.