München (epd). Mit einem Festvortrag der Intendantin des Bayerischen Rundfunks (BR), Katja Wildermuth, startet am 5. März die "Woche der Brüderlichkeit" der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit München. Die bundesweit stattfindende "Woche der Brüderlichkeit" steht heuer unter dem Motto "Öffnet Tore der Gerechtigkeit. Freiheit Macht Verantwortung", heißt es in einer Mitteilung vom Donnerstag. Beteiligt sind die Israelitische Kultusgemeinde München und die Liberale jüdische Gemeinde München Beth Shalom. Der Festvortrag von BR-Intendantin Wildermuth beginnt um 16.30 Uhr im Saal des Alten Rathauses.
Am 7. März spricht um 19 Uhr Professor Michael Brenner vom Lehrstuhl für Jüdische Geschichte der Ludwig-Maximilians-Universität München in einem Online-Vortrag über das Jahr "1923 als Wendejahr im Umgang mit Juden". Kooperationspartner dieses Vortrags ist die Evangelische Stadtakademie München. Am 8. März führt Kantor Nikola David von Beth Shalom mit dem Ensemble Cantus München um 19 Uhr in der evangelischen Himmelfahrtskirche in Sendling Werke des berühmten Kantors und Komponisten Emanuel Kirschner (1857-1938) auf. Weitere Veranstaltungen bis zum 12. März listet die Gesellschaft auf ihrer Internetseite auf.
Die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit München feiert in diesem Jahr ihr 75-jähriges Bestehen. 1951 führte sie erstmals die "Woche der Brüderlichkeit" durch. Der Deutsche Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit veranstaltet die Woche der Brüderlichkeit seit 1952, jeweils im März. In vielen deutschen Städten und Kommunen gibt es Veranstaltungen zum Jahresthema.