Fürth (epd). Die Corona-Pandemie hat der Jugendarbeit im Freistaat arg zugesetzt - das lässt sich inzwischen auch aus den Statistiken ablesen. So ist die Zahl der Angebote in der Jugendarbeit seit dem Vor-Corona-Jahr 2019 im Vergleich zu 2021 um mehr als 45 Prozent auf insgesamt 8.084 Angebote regelrecht eingebrochen, wie das Bayerische Landesamt für Statistik am Montag in Fürth mitteilte. Auch die Zahl der Teilnehmer, Stammbesucher und ehrenamtlicher Mitarbeiter sank.

Etwa sieben der zehn Angebote im Jahr 2021 waren Veranstaltungen und Projekte (5.700), an denen mehr als 367.000 Kinder und Jugendliche teilnahmen. Dies sei ein Minus bei den Angeboten von mehr als 51 Prozent gegenüber 2019 - und mehr als zwei Drittel weniger Teilnehmer als noch vor zwei Jahren. Bei den offenen Angeboten wie Jugendtreffs sank nicht nur die Zahl der Angebote um 28,6 Prozent auf nun 1.206, die Zahl der Stammbesucher brach um 46,8 Prozent auf rund 45.800 ein.

Die gruppenbezogenen Angebote nahmen nicht so stark, aber dennoch um 20,8 Prozent auf 1.158 Angebote und um 37,2 Prozent auf rund 116.000 Teilnehmer im Jahr 2021 ab. Die Zahl der in der Jugendarbeit ehrenamtlich Engagierten nahm um fast zwei Drittel ab: Waren es 2019 noch rund 84.500, registrierten die Statistiker 2021 noch etwa 32.700 Ehrenamtliche - davon waren mehr als 60 Prozent weiblich und rund 44,4 Prozent aller Ehrenamtlichen zwischen 18 und 27 Jahre alt.