München (epd). Von Januar bis September 2025 haben die Behörden in Bayern insgesamt 41.237 Baugenehmigungen für Wohnungen erteilt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik am Freitag mitteilte, stieg das Genehmigungsvolumen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13,4 Prozent beziehungsweise 4.858 Wohnungen.
Einfamilienhäuser legten um 20,9 Prozent zu, Wohnungen in neuen Zweifamilienhäusern wurden um 11,3 Prozent weniger genehmigt. Die Antragsbewilligungen für Mehrfamilienhäuser stiegen um 12,1 Prozent. Bei Wohnungen in Wohnheimen gab es eine deutliche Zunahme der Genehmigungen um 172,5 Prozent. Ursache hierfür ist laut dem Landesamt auch der Bau großer Studierenden-, sowie Flüchtlingswohnheime.
Staatsregierung und Verband erfreut
Bayerns Bauminister Christian Bernreiter (CSU) sprach in einer Mitteilung seines Ministeriums vom Freitag von einer "Trendumkehr". In den letzten drei Jahren seien die Baugenehmigungen bundesweit deutlich eingebrochen. "Gründe hierfür waren gestiegene Zinsen, stark gestiegene Baukosten und eine unsichere Bundesförderung", so Bernreiter. Insbesondere mit der Baunova Bayern, zu der die drei staatlichen Wohnungsbaugesellschaften gehören, und im sozial geförderten Wohnungsbau habe die Staatsregierung "wirksame Impulse setzen und zahlreiche Bauvorhaben anstoßen" können.
Auch der Verband bayerischer Wohnungsunternehmen, in dem 506 sozial orientierte Wohnungsunternehmen zusammengeschlossen sind, reagierte positiv. Laut Verbandsdirektor Hans Maier machten "die neuen Zahlen Mut". Doch das Bauen bleibe schwierig, hieß es in einer Reaktion vom Freitag. "Was wir jetzt noch brauchen, ist eine stabile Wohnraumförderung für bezahlbare Mietwohnungen", so Maier.