Fürth (epd). In Bayern sind im September dieses Jahres fast 17 Prozent mehr über 80-Jährige gestorben als in den Vorjahren. Allein in dieser Altersgruppe sind rund tausend Todesfälle mehr verzeichnet worden als im Median der Vorjahre, geht aus einer Mitteilung des Landesamts für Statistik vom Donnerstag hervor. Sie stützt sich auf vorläufige Zahlen. 11.314 Personen in Bayern starben im September 2022. Das Niveau des Medians der Jahre 2018 bis 2021 liegt bei 10.357 Verstorbenen. Die Sterberate auf die Gesamtbevölkerung gerechnet steigt um 9,2 Prozent.
Bereits Ende Oktober hatte das Landesamt mitgeteilt, dass hohe Sterbefallzahlen in Bayern ab dem Jahresende 2020 zu einem Drittel auf das Bevölkerungswachstum und die Alterung zurückzuführen seien. Allerdings könnten Demografie und Covid-19 nicht die gesamte Übersterblichkeit erklären, sagte Karin Tesching, Leiterin des Kompetenzzentrums Demographie. Zumal laut den Statistikern zu berücksichtigen sei, dass es in den vergangenen zweieinhalb Jahren allenfalls kurze und milde Grippewellen und dadurch weniger Grippe-Tote und zudem weniger Unfalltote gegeben habe.