München (epd). Beim traditionellen Sternstunden-Tag des Bayerischen Rundfunks (BR) sind mehr als 13,2 Millionen Euro gespendet worden. Dies sei ein "eindrucksvoller Beweis, dass die derzeit laute Betonung von Ausgrenzungen und Egoismen nicht die Mehrheit in unserer demokratischen Gesellschaft repräsentiert", sagte BR-Intendantin Katja Wildermuth am Samstag laut Mitteilung. Die Menschen hätten großzügig gespendet und damit unterstrichen, "dass wir gemeinsam Gutes bewegen können".
Der Sternstunden-Tag fand am Freitag statt. Den ganzen Tag über berichteten die BR-Programme über die Hilfsprojekte von Sternstunden für Kinder in Not und über die Menschen dahinter. BR-Mitarbeitende und Prominente nahmen in den Spendenzentralen in München und Nürnberg ab sechs Uhr morgens telefonisch Spenden entgegen. "Bereits um 9.00 Uhr war die erste Million erreicht - so früh wie noch nie zuvor", teilte der BR mit.
Jede einzelne Spende schenkt Hoffnung
Natalie Schmid, Geschäftsführerin Sternstunden e. V., dankte allen Spenderinnen und Spendern. Diese hätte ein beeindruckendes Zeichen gesetzt: "für Kinder, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen und unsere Unterstützung dringend brauchen". Jede einzelne Spende stehe für gelebte Menschlichkeit und schenke Hoffnung. Zusätzlich zum großen Sternstunden-Tag sammelte die Aktion in diesem Jahr bislang 5,5 Millionen Euro an Spenden ein.
"Sternstunden" wurde 1993 vom damaligen Chef der Programmplanung im Bayerischen Fernsehen, Thomas Jansing, gegründet. Anlass war damals der Jugoslawienkrieg. Gefördert werden Hilfsprojekte im In- und Ausland, etwa für kranke, behinderte oder von sozialer Not bedrohte Kinder. Seit der Gründung wurden knapp 430 Millionen Euro an Spenden gesammelt, mit denen mehr als 4.000 Hilfsprojekte unterstützt wurden.